Die Kriegesfolgen im Gazastreifen
Die humanitäre Situation
Link zu der Hilfsorganisation -muslimehelfen-
15. 01. 09
UNO: Scharfe Kritik an Israel
(...) Unterdessen hat am Donnerstag die Sondersitzung der UNO-Vollversammlung zum Gaza-Konflikt mit scharfer Kritik an Israel begonnen. Der Präsident der UNO-Vollversammlung, Miguel d'Escoto Brockmann, warf der israelischen Regierung in seiner Eröffnungsrede Völkerrechtsbruch vor. Verstöße wie Angriffe gegen Zivilisten, kollektive Bestrafung und der unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt seien dokumentiert. "Gaza steht in Flammen. Es wurde zu einer brennenden Hölle gemacht", sagte d'Escoto. Die Sitzung war auf Antrag mehrerer Mitgliedsstaaten kurzfristig anberaumt worden. Israel hatte vergeblich versucht, die Sondersitzung mit der Begründung zu verhindern, dass sich die Vollversammlung nicht in ein Thema einbringen könne, das bereits vom UNO-Sicherheitsrat verhandelt werde. Der Sicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe im Gazastreifen gefordert, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bemüht sich um eine Umsetzung der Resolution.
Tonnenweise Lebensmittel verbrannt
Das Hauptquartier des UNO-Flüchtlingshilfswerks für die Palästinenser (UNWRA) ist bei heftigen Kämpfen in der dichtbewohnten Innenstadt von Gaza teilweise zerstört worden. Ein Lagerhaus mit tausenden Tonnen Lebensmittelhilfe stand in Flammen. "Das ist eine Katastrophe für uns", sagte der UNWRA-Leiter in Gaza, John Ging. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon protestierte empört gegen den Vorfall. Verteidigungsminister Ehud Barak habe ihm gegenüber von einem "schweren Fehler" gesprochen, sagte Ban, der sich zu einem Vermittlungsversuch in Jerusalem aufhielt. Seine diplomatischen Bemühungen und die anderen Politiker um eine Feuerpause blieben aber zunächst ergebnislos.
Vom UNO-Gelände aus beschossen?
Das UNWRA versorgte hunderttausende Palästinenser im isolierten Gazastreifen mit Hilfsgütern. Erst am Donnerstagmorgen hatten rund 700 Menschen dort Schutz vor den Angriffen der israelischen Streitkräfte gesucht. Mindestens drei Menschen wurden beim Beschuss verwundet. Die UNO hatte Israel nach eigenen Angaben schon in der Nacht darauf hingewiesen, dass das Gebäude in Gefahr sei, beschossen zu werden. Es seien GPS-Daten übermittelt worden, um dies zu verhindern. Die israelischen Streitkräfte erklärten, sie seien vom UNO-Gelände aus beschossen worden.
Ging, der auf dem Gelände war, wies dies aber zurück. Das sei "Unsinn", erklärte er. Auch in der Nähe einer UNO-Schule in einem anderen Stadtteil schlug eine Granate ein, hier wurden 14 Menschen verwundet. Nach Angaben palästinensischer Ärzte kamen am Donnerstag mindestens 50 Menschen ums Leben. (...)
ZDF.de - Artikelseite http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,7505212,00.html
15.01.2009 21:59
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11. 01. 09
medico-Prtner leistet Nothilfe im Gazastreifen - Dringend weitere Spenden nötig
Dank zahlreicher Spenden kann die palästinensische medico-Partnerorganisation Palestinian Medical Relief Society (PMRS) ihre Nothilfeaktivitäten im Gazastreifen ausweiten. medico international konnte bereits 150 000 Euro für die medizinische Versorgung der Kriegsopfer bereitstellen. Angesichts der humanitären Krise durch die israelische Militäroffensive werden jedoch dringend weitere Spenden, z.B. für Medikamente benötigt.
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06. 01. 2009
Es wird immer schlimmer
Interview mit Tsafir Cohen, Vertreter der deutschen Hilfsorganisation Medico International in Israel und den palästinensischen Gebieten.
Es wird immer schlimmer "nicht nur, weil viele Medikamente fehlen, sondern auch, weil das Gesundheitspersonal mit den komplizierten Notoperationen überfordert ist. Besonders dramatisch ist die Situation der Zivilbevölkerung.
Die Menschen können an keinen sicheren Ort fliehen, also harren sie verängstigt in ihren Wohnungen aus. Es gibt keinen Strom, kein Gas zum Kochen und Hunderttausende haben kein Trinkwasser. Für Brot müssen sie oft stundenlang anstehen - worauf viele aus Angst, beim Verlassen ihrer Häuser von Bomben getroffen zu werden, verzichten.
Doktor Aed Yaghi von unserer Partnerorganisation Palestinian Medical Relief Society beschreibt es so: „Wir sitzen hier in einem Käfig und werden von allen Seiten bombardiert.“"
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05. 01. 2009
Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Trotz internationaler Appelle hat Israel seine Bodenoffensive in Gaza fortgesetzt. Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Krise. Sie berichten von dramatischen Szenen.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete
die israelische Offensive im Gazastreifen als die gravierendste seit
der israelischen Besetzung 1967. Die Nahostexpertin der Organisation,
Donatella Rovera, sagte der „Berliner Zeitung“ vom Montag: „Die
allgemeine Lage hat sich seit zwei Jahren kontinuierlich
verschlechtert; aber dass die Menschen nichts zu essen haben, das gab
es noch nie.“ Reis, Zucker und Brot seien im Gazastreifen kaum
aufzutreiben. Zum aktuellen Bericht >>>
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29. 12. 2008
Bericht über die Situation im Gazastreifen
von Medico international und seine Partner
Darin geben medico international, seine israelische Partner-Organisation Ärzte für Menschenrechte, sein palästinensischer Partner Palestinian Medical Relief Society, sowie Al-Mezan aus Gaza eine momentane Bestandsaufnahme der Situation im Gazastreifen. Darüber hinaus machen die Organisationen darauf aufmerksam, dass der gegenwärtige Angriff auf den Gazastreifen ein Gesundheitssystem trifft, das durch die anderthalb-jährige Blockade und vorhergehender Komplettsperrungen ohnehin kurz von dem Zusammenbruch steht. Jetzt müssen Menschen versorgt werden, die hoch komplexe Behandlungen durch Spezialisten benötigen. Dies ist in der derzeitigen Lage nicht möglich. Weiter >>>>


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